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Pädagogik
Es war einmal...

Grimms Märchen sind brutal und vermitteln so manche Moral, die heute nicht mehr angesagt ist. Sollten wir unseren Kindern noch von Prinzessinnen, bösen Stiefmüttern und verbrannten Hexen vorlesen?
von Anne Lemhöfer vom 22.10.2021
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Lebensziel Märchenprinz: Ist das für »kleine Prinzessinnen« eine gute Botschaft? Der Experte meint, dass Märchen sogar emanzipatorisch sind (Foto: Getty Images/iStockphoto/Lunamarina)
Lebensziel Märchenprinz: Ist das für »kleine Prinzessinnen« eine gute Botschaft? Der Experte meint, dass Märchen sogar emanzipatorisch sind (Foto: Getty Images/iStockphoto/Lunamarina)

Heinz Rölleke ist Vater, Opa und Uropa. Die Urenkel gehen inzwischen in den Kindergarten, und wenn sie bei Uropa Heinz zu Besuch sind, sitzen sie auf dem Schoß des 85-Jährigen und hören zu. Er liest für sein Leben gern vor: von Rumpelstilzchen und Dornröschen, Aschenputtel und dem Froschkönig, Hänsel und Gretel. Alles andere wäre auch höchst verwunderlich, denn der Germanistikprofessor Heinz Rölleke gehört zu den bekanntesten Märchenforschern Deutschlands. »Meine Urenkel lieben Märchen, die Dreijährige kann bereits mehrere Wort für Wort auswendig.« Na und, könnte man einwenden, andere Kleinkinder können genauso »Bobo Siebenschläfer« oder ihre Pixi-Bücher rezitieren. »Die Sprache der Brüder Grimm im Original ist aber etwas Besonderes. Kindern gefällt sie in der Regel sehr«, meint Rölleke.

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