Ausstellung
Gedankenbomben entschärfen
Ausstellung. Eine Sonderausstellung in der Kunsthalle Mannheim beschäftigt sich zwanzig Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center mit den Bildern und Symbolen des modernen Terrorismus. Die Schau zeigt weder Propaganda noch Bilder, die Angst und Schrecken eines Anschlags ungefiltert wiedergeben, sondern sie zeigt die kritische Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit politischer Gewalt und extremistischer Propaganda. Eine Arbeit von Georg Lutz porträtiert einen zerschossenen Tisch der Anschlagsserie in Paris 2015 zusammen mit dem Chat eines damaligen Opfers. Die Arbeiten der 37 Kunstschaffenden spannen einen Bogen von der Französischen Revolution über die Rote Armee Fraktion und 9/11 bis zum rechtsextremistischen Anschlag in Hanau vor einem Jahr. Der Titel »Mindbombs« stammt aus dem Guerillamarketing. Er spielt darauf an, dass extremistische Propaganda ähnlich wie Schockmarketing funktioniert und unser Hirn mit Emotionen flutet, sodass die Bilder sich einbrennen. Ziel der Ausstellung ist es, die automatische Reaktion zu hinterfragen und mithilfe der Kunst eine Distanz zu schaffen, die es erlaubt, reflektierter mit der Sensation von Terrorereignissen umzugehen.
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