»Gott und ich – wir sind eins«
Meister Eckhart schuf mit poetischer Sprache stets neue Bilder für Gott – und zerstörte sie wieder. Der Mönch und große Mystiker des Mittelalters befreite das Reden von Gott aus dogmatischer Erstarrung. Er versuchte, Gott auf den Grund zu kommen, ja selbst »in den Ursprung und in den Grund zu kommen«. So formulierte er seine Erkenntnis in dem Satz: »Gott und ich, wir sind eins.« Zugleich wusste Eckhart, dass sich dieser absolute Grund der menschlichen Sprache entzieht. »Gott ist ein Wort, ein ungesprochenes Wort«, sagte er in einer Predigt.
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