SATIRE
Wenn guter Rat teuer ist
hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als Mediendirektor des Erzbistums Köln. Aber lassen wir den Formalkram, lieber Rainer Maria. Du steckst knietief in der, na, Du weißt schon, wo. Da brauchst Du jemanden, der sich genau damit auskennt. Und das bin ich. Es ist mir ein persönlicher Schmerz, dass Du Dich ausgerechnet mit dem Blatt, das ich zu einer gewissen Größe zurückgeführt habe, nun vor Gericht streiten musst. Wegen eines Priesters, der mal mit einem Strichjungen, der eben noch keine 18 war – meine Güte: Ich habe mir von meinen Praktikantinnen auch nicht immer erst den Personalausweis zeigen lassen. Da hast Du väterlich-verständnisvoll den Mantel der Nachsicht drübergedeckt und behauptest jetzt, ja klar, von all dem bei der Beförderung des Mannes nichts gewusst zu haben. Hat auch der Mathäus Töpfner gesagt, dass er nicht gewusst habe, was ich so mache. Damit kann man durchkommen (Zwinkersmiley), keine schlechte Strategie.
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