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Deutscher Buchpreis
Reclam und Gaming

Tonio Schachingers Roman »Echtzeitalter« hat den Deutschen Buchpreis gewonnen. Keine große Zeitansage, aber ein sympathisches Buch.
von Anne Strotmann vom 03.11.2023
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Feiner Beobachter gesellschaftlicher Milieus: Buchpreisträger Tonio Schachinger. (Foto: PA/DPA/Arne Dedert)
Feiner Beobachter gesellschaftlicher Milieus: Buchpreisträger Tonio Schachinger. (Foto: PA/DPA/Arne Dedert)

Es ist keine gute Zeit für Menschen, die sich freuen sollen. Als Tonio Schachinger den Deutschen Buchpreis gewann, fluteten Bilder des Überfalls der Hamas auf israelische Zivilisten die Bildschirme. Die Dankesrede des 31-jährigen Österreichers fiel knapp aus: »Wir wissen alle, dass das hier nicht das Wichtigste ist und wir in der letzten Woche wahrscheinlich weniger an den Buchpreis gedacht haben als an andere Dinge.« Es sei sinnlos, wenn er, »ein lächerlicher kleiner Autor aus Österreich« etwas dazu sage. Doch nichts sagen ging auch nicht. Dafür war der Schrecken zu groß.

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