Deutscher Buchpreis
Reclam und Gaming
Es ist keine gute Zeit für Menschen, die sich freuen sollen. Als Tonio Schachinger den Deutschen Buchpreis gewann, fluteten Bilder des Überfalls der Hamas auf israelische Zivilisten die Bildschirme. Die Dankesrede des 31-jährigen Österreichers fiel knapp aus: »Wir wissen alle, dass das hier nicht das Wichtigste ist und wir in der letzten Woche wahrscheinlich weniger an den Buchpreis gedacht haben als an andere Dinge.« Es sei sinnlos, wenn er, »ein lächerlicher kleiner Autor aus Österreich« etwas dazu sage. Doch nichts sagen ging auch nicht. Dafür war der Schrecken zu groß.
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