Zur mobilen Webseite zurückkehren

Nachruf auf Sebastião Salgado
Salz der Erde, Licht der Welt

Sebastião Salgados kraftvolle Schwarz-weiß-Fotografien sind Plädoyers für den Schutz der Erde und derer, die sie bewohnen. Ein Nachruf.
von Anne Strotmann vom 05.06.2025
Artikel vorlesen lassen
Engagiert für die Welt: Der Fotograf Sebastião Salgado ist im Alter von 81 Jahren gestorben (Foto: Alamy Stock Photo / Salty View)
Engagiert für die Welt: Der Fotograf Sebastião Salgado ist im Alter von 81 Jahren gestorben (Foto: Alamy Stock Photo / Salty View)

Nachruf. Sebastião Salgado prägte die Fotografie mit einer unverkennbaren Bildsprache: schwarz-weiß, kraftvoll, empathisch. Seine Bilder sind so dramatisch komponiert, dass sie zeitlos, nahezu biblisch wirken. Sie führten Salgado an die Ränder der Welt – zu Minenarbeitern, Flüchtlingen, indigenen Völkern. Stets stand die Würde des Menschen in seiner Zerbrechlichkeit und Stärke im Fokus, selbst in größter Not. Eine seiner bekanntesten Serien ist »Genesis« (2013), Ergebnis einer acht Jahre langen Expedition zu Menschen, Tieren und Landschaften, die vom verheerenden Ansturm moderner Gesellschaften unberührt blieben – ein eindringliches, schmerzlich-schönes Plädoyer für den Schutz der Erde und derer, die sie bewohnen. Salgados Bilder waren nie nur Dokumentationen, sie sind Appelle. Mit seiner Frau Lélia Deluiz Wanick Salgado gründete er das »Instituto Terra«, das sich der Wiederaufforstung seines Heimatlandes Brasilien widmet.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0