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Musik
Die kleine Prinzessin im Opernhaus

Babykonzerte, Bühnenbesuch und Opernworkshops für Schulklassen: Opern- und Konzerthäuser mühen sich sehr darum, junge Zuschauer für klassische Musik zu begeistern. Klappt das?
von Josefine Janert vom 04.07.2022
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(Foto: Semperoper Dresden/Daniel Koch)
(Foto: Semperoper Dresden/Daniel Koch)

Ein Samstag in Ostberlin: Meine Eltern beschließen, dass das zwölfjährige Kind – ich – in die Oper soll. Zeit für kulturelle Bildung! Mit sechs Jahren habe ich schon Engelbert Humperdincks »Hänsel und Gretel« gesehen, eine Oper, die sich mit ihrem verständlichen Inhalt gut für Kinder eignet. Nun nehmen mich meine Eltern mit in Richard Wagners »Der Fliegende Holländer«. Da die guten Plätze ausverkauft sind, hocken wir hoch oben im dritten Rang, die Bühne sehen wir nur eingeschränkt. Die Handlung mit dem untoten Seemann finde ich spannend. Aber die Musik – in meiner Erinnerung dominieren sterbenslangweilige Duette. Mein feines Kleid zwackt mich. Und dass ältere Damen neben mir böse gucken, als ich zappelig werde, macht die Sache nicht besser. Der Abend ist ein Trauma für mich. Nie wieder Wagner – mein Motto bis heute.

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Schlagwörter: Jugendliche Kinder Konzert Oper
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