Aufgefallen
Aktivistin an der Kasse
Verkäuferin«, nur dieses eine Wort hat Farina Kerekes in ihr Twitter-Profil geschrieben. Wo andere Doktortitel, eigene Bücher und wichtige Posten auflisten und oft auch noch ihre Hobbys und Familienverhältnisse, da steht bei der 30-Jährigen einfach nur: »Verkäuferin«. Das Profilbild, offenbar schon etwas älter, zeigt eine junge Frau mit langen dunklen Haaren, blass-rotem Lippenstift und farblich abgestimmtem, aber kräftigem Lidschatten. Den Kopf hält sie etwas schief, der Blick ist ernst, fast traurig – eine junge Frau, die auf ihr Äußeres achtet, sich aber nicht inszeniert, wie es für viele in ihrer Generation selbstverständlich ist. Das ist der erste Eindruck, den man von Farina Kerekes gewinnt. Doch Corona katapultierte Farina Kerekes ins Rampenlicht, denn sie begann, in sozialen Netzwerken aus erster Hand über die Situation von Verkäuferinnen in der Pandemie zu berichten. Nun hat sie sogar eine Petition für bessere Arbeitsbedingungen im Handel auf den Weg gebracht.
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