Skandal um Rammstein
Alles nur ironisch?
Jetzt sind sie auf einmal alle erschüttert und empört: die internationale Plattenfirma, der angesehene Literaturverlag, selbst der Schlagzeuger der Band Rammstein. Aber niemand kam anscheinend auf die Idee, einmal kritisch nachzufragen, ob das lyrische Ich in den Texten von Till Lindemann vielleicht mehr mit der realen Person des Künstlers zu tun haben könnte, als einem lieb ist. Und natürlich will niemand etwas gewusst haben von dem perversen System, mit dem einem 60-jährigen Rockstar gezielt junge Frauen zugeführt worden sind. Höchstalter 30, mit genauem Dresscode als Vorgabe. Als es dann doch öffentlich wurde, hat man der Zeugin erst einmal nicht geglaubt, sondern ihr unterstellt, auf Kosten der Band berühmt werden zu wollen. In einem zweiten Schritt feuerte die Band dann jene Frau, die für die Rekrutierung zuständig war. Als ob sie auf eigene Rechnung gearbeitet hätte … Mittlerweile hat eine prominente Anwaltskanzlei die Verteidigung übernommen und droht mit Klagen. Diese Vertuschungsstrategie klingt irgendwie bekannt.
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