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Xavier Naidoo
Auf rechtem Weg

Der Verschwörungssänger Xavier Naidoo gibt sich in einem Video geläutert. Er hat ausländerfeindliche und antisemitische Texte geschrieben, jetzt verurteilt er sein Verhalten. Wie glaubwürdig ist das?
von Constantin Wißmann vom 26.04.2022
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Xavier Naidoo: »Ich habe mich verrannt.« (Foto: imago/Kadir Caliskan)
Xavier Naidoo: »Ich habe mich verrannt.« (Foto: imago/Kadir Caliskan)

Reichen drei Minuten Einsicht aus, um für jahrelange Hetze Vergebung zu erlangen? An dieser Frage reibt sich das deutsche Kulturkommentariat, seit der Sänger Xavier Naidoo ein Video veröffentlichte, in dem er sich von früheren Aussagen distanziert hat. Er spricht von Irrwegen, von Fehlern, verurteilt »Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus«, erklärt, dass er sich auf seiner Suche nach Wahrheit »letztlich verrannt habe«. Die Botschaften, die er nun »aufs Schärfste« verurteilt, wirkten emotional und wirr, nun klingt er ruhig und überlegt: »Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt. Bei der Wahrheitssuche war ich wie in einer Blase und habe mich manchmal vom Bezug zur Realität entfernt. Das habe ich leider jetzt erst erkannt.« Grund für seine Läuterung sei vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, aus der seine Frau stamme.

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