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Brennglas Amazonas

Große Teile des südamerikanischen Regenwaldes, der Lunge des Planeten, stehen in Flammen. Die Brände zeigen, wie machtlos die Staatengemeinschaft ist. Doch auch jeder Einzelne muss sein Verhalten hinterfragen
von Alexander Schwabe vom 03.09.2019
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Verheerende Waldbrände am Amazonas (Foto: pa/Reuters/Ueslei Marcelino)
Verheerende Waldbrände am Amazonas (Foto: pa/Reuters/Ueslei Marcelino)

Die Menschheit ist irre geworden. Die Tage werden heißer, der Klimadruck steigt – und sie fackelt den Regenwald ab. Statt in einer gewaltigen Anstrengung gemeinsam die Natur zu schützen, wendet sich der Mensch in unverhohlener Aggression gegen sie. Wie aus beleidigter Wut darüber, dass die Natur nicht mehr länger mitspielen wird an ihrer fortwährenden Ausbeutung. Er straft sie als Spielverderberin ab, weil sie nicht mehr den braven Verlierer seines Gewinn maximierenden Treibens gibt, sondern bald total zu kapitulieren droht. Aus dem Unwillen heraus, sein naturvernichtendes Verhalten ändern zu müssen, macht er der Umwelt lieber ganz den Garaus. In der Logik des Hasardeurs: Besser später selbst draufgehen als jetzt zurückstecken.

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