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Missbrauchsskandal
Das Ende der billigen Reue

Das Erzbistum Köln wird zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 300 000 Euro verurteilt. Das dürfte die Entschädigungspraxis der katholischen Kirche grundlegend verändern. Ein Kommentar.
von Christoph Fleischmann vom 14.06.2023
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Unfassbares Leid: Georg Menne wurde jahrelang von einem Priester vergewaltigt. (Foto:pa/Federico Gambarini)
Unfassbares Leid: Georg Menne wurde jahrelang von einem Priester vergewaltigt. (Foto:pa/Federico Gambarini)

Es ging immer ums Geld. Die perfide Mutmaßung von Kardinal Karl Lehmann, den Missbrauchsbetroffenen, die sich zu seiner Zeit meldeten, ginge es »nicht zuletzt« ums Geld, erweist sich als klassische Projektion: Wer aufs Geld schaute, war die katholische Kirche. Angefangen von den pauschalen 5000 Euro »Anerkennungsleistung« waren die Kirchenoberen immer bestrebt, durch günstige Reue ohne echte Wiedergutmachung aus den Verbrechen ihrer Amtsträger herauszukommen.

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