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Aufgefallen
Der Held der Linken

Linken-Newcomer Nam Duy Nguyen sichert überraschend seiner Partei den Wiedereinzug in den Landtag. Sein Rezept: Mit den Leuten reden. Und von den eigenen Erfahrungen erzählen.
von Marie Lou Steinig vom 13.09.2024
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Arbeiterkind aus dem Osten: Nam Duy Nguyen ist in Dresden geboren, seine Familie kommt aus Vietnam. (Foto: Olaf Kostritz)
Arbeiterkind aus dem Osten: Nam Duy Nguyen ist in Dresden geboren, seine Familie kommt aus Vietnam. (Foto: Olaf Kostritz)

Ein politischer Newcomer rettet die Linke in Sachsen: Nam Duy Nguyen sicherte sich das Direktmandat für den Wahlkreis Leipzig – und seiner Partei trotz landesweit schlechtem Wahlergebnis den Wiedereinzug in den sächsischen Landtag. Dafür klingelte er mit mehr als 300 Unterstützern an allen knapp 50 000 Haustüren seines Wahlkreises. Mehr als 14 000 Gespräche haben Nguyen und seine Unterstützer nach eigenen Angaben geführt. Neben seiner eigenen Kampagne rief auch der Verein Campact dazu auf, Nguyen die erste Stimme zu geben, und unterstützte seinen Wahlkampf finanziell, was parteiintern kritisiert wurde. »Menschen wie ich kandidieren in Sachsen nicht«, sagt der 28-Jährige in seinem Wahlkampfvideo auf Instagram. Tatsächlich wird er der einzige nichtweiße Abgeordnete im sächsischen Landtag sein. Nguyens Eltern sind Vertragsarbeiter aus Vietnam. Er selbst ist 1996 in Dresden geboren und in Riesa aufgewachsen – in einer elf Quadratmeter kleinen Wohnung. Später zog er nach Leipzig, studierte Politik, engagierte sich in Gewerkschaften und wurde Vorstandsmitglied im SDS, dem parteinahen linken Studierendenverband.

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