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Aufgefallen
Die Europäerin

Maia Sandu ist die erste Präsidentin in der Geschichte der Republik Moldau. Sie tritt gegen Armut und Korruption ein – und gegen autokratische Strukturen.
von Alexander Schwabe vom 08.12.2020
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Erste Präsidentin Moldaus: Maia Sandu (Foto: pa/ap/Roveliu Buga)
Erste Präsidentin Moldaus: Maia Sandu (Foto: pa/ap/Roveliu Buga)

Dass liberale Demokratien autoritären Versuchungen erliegen, dafür gibt es etliche Beispiele (siehe Seite 12). Daneben ist allerdings auch die umgekehrte Bewegung zu beobachten: Gesellschaften stehen auf für Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, kämpfen dafür, Autokratie, Korruption und Misswirtschaft hinter sich zu lassen. Zu sehen ist das derzeit nicht nur in Belarus, sondern auch in der Republik Moldau (auch Moldawien genannt). In der ehemaligen Sowjetrepublik, einem der ärmsten Länder in Europa, hat die 48-jährige Proeuropäerin Maia Sandu gerade die Präsidentschaftswahl gewonnen – gegen ihren nach Russland ausgerichteten Kontrahenten. Sie ist die erste Präsidentin in der Geschichte des Landes.

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