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Armut
Die Probleme der anderen

Arme Menschen brauchen mehr Gerechtigkeit und Empathie, als sie in diesem Jahr erfahren haben. Ein Kommentar.
von Nana Gerritzen vom 15.12.2022
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Mehr Empathie, bitte: Frau beim Flaschensammeln. (Foto: istockphoto/mheim3011)
Mehr Empathie, bitte: Frau beim Flaschensammeln. (Foto: istockphoto/mheim3011)

2022 hätte ein gutes Jahr werden können für Gerechtigkeit, Empathie und gesellschaftliche Teilhabe marginalisierter Gruppen. Im Frühjahr zeigten Politik und Gesellschaft eine vergleichslose Anteilnahme mit dem Schicksal ukrainischer Geflüchteter. Im Sommer entlastete die Ampel mit dem 9-Euro-Ticket Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Dann brachten SPD, Grüne und FDP das Bürgergeld auf den Weg und erklärten, Zuwanderung und Einbürgerung künftig erleichtern zu wollen. Von all dem ist am Ende des Jahres wenig übrig geblieben. Das 9-Euro-Ticket wurde nicht verlängert (Stichwort »Gratismentalität«), in der Zuwanderungsdebatte kritisiert die Union die Pläne der Ampel als Versuch, den deutschen Pass zu »verramschen«.

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