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Aufgefallen
Ein Herz für Klimakleber

Fondsanbieter Alfred Platow kündigte an, alle Bußgelder und Strafen gegen Mitglieder der Letzten Generation zu zahlen. Dann nahm er sein Angebot wieder zurück. Was war da los?
von Nana Gerritzen vom 10.05.2023
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Finanzberater mit Klimagewissen: Alfred Platow. (Foto: Pressebild Oekoworld)
Finanzberater mit Klimagewissen: Alfred Platow. (Foto: Pressebild Oekoworld)

Kleben fürs Klima ohne Strafe!«, hieß es jüngst in einer Anzeige, die der milliardenschwere Fondsanbieter Ökoworld in der taz schaltete. In dieser kündigte Gründer und Vorstandsvorsitzender Alfred Platow an, alle Bußgelder und Strafen von Mitgliedern der Letzten Generation erstatten zu wollen. »Wir möchten ein Signal senden, dass es wichtig ist, für den Klimaschutz aufzustehen, auch wenn man sich dafür hinsetzen und festkleben muss«, sagte er zunächst. Ein durchaus kostspieliges Signal: In den vergangenen Monaten wurden Hunderte Geldstrafen gegen Mitglieder der Letzten Generation verhängt, meist im drei- oder vierstelligen Bereich. Finanziert werden sollte die Aktion laut Ökoworld aus privaten Zuwendungen von Gleichgesinnten, Weggefährten, Mitarbeitern und Kunden. Wenige Tage später zog Platow sein Angebot zurück. Zu groß seien die öffentlichen Anfeindungen gewesen. »Mit Kritik hatte ich gerechnet, allerdings nicht in diesem emotionalen Ausmaß«, teilte er mit. Er müsse Schaden vom Unternehmen abwenden.

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