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Gesellschaftliches Engagement
Und jährlich grüßt das Pflichtjahr

Alle müssen der Gemeinschaft dienen – das klingt gut. Doch Zwang schafft keine Solidarität, und das Gerede vom egoistischen Land stimmt nicht. Ein Kommentar.
von Daniela Ordowski vom 03.09.2025
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Wer wird verpflichtet? Wer engagiert sich? (Zeichnung: Klaus Stuttmann)
Wer wird verpflichtet? Wer engagiert sich? (Zeichnung: Klaus Stuttmann)

Kaum taucht ein neues gesellschaftliches Problem auf, springt aus der Mottenkiste der altbekannte Vorschlag: Ein Pflichtjahr für alle muss her! Ob jung oder alt, ob Pflege, Katastrophenschutz, Bundeswehr oder Kita – irgendwer wird sich schon zwangsverpflichten lassen. Das klingt, als ginge es um Zusammenhalt und Solidarität im Land, als würde in Deutschland ein egoistisches Volk leben, dem man endlich mal ein bisschen Gemeinsinn beibringen müsste. Nur: Das stimmt einfach nicht.

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