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Evelio Menjivar-Ayala

Vom Flüchtling zum Bischof. Über diese Personalentscheidung von Leo XIV. dürfte man sich im Weißen Haus schwarz ärgern.
vom 08.05.2026
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Evelio Menjivar-Ayala (Foto: Archdiocese of Washington)
Evelio Menjivar-Ayala (Foto: Archdiocese of Washington)

Evelio Menjivar-Ayala ist von Papst Leo XIV. zum Bischof der Diözese Wheeling-Charleston im Bundesstaat West Virginia ernannt worden. Eine Bischofsernennung in einem ländlichen Flecken der Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Katholikenanteil von sechs Prozent interessiert abgesehen von den Gläubigen vor Ort in der Regel kaum jemand. Dennoch wurde sie von allen europäischen Tageszeitungen prominent vermeldet. Denn: Menjivar-Ayala kam als Flüchtling ohne Papiere in die USA.

Versteckt in einem Kofferraum wurde der in El Salavador geborene Menjivar-Ayala 1990 als damals Zwanzigjähriger über die Grenze geschmuggelt. Er studierte Theologie in Miami und Rom und wurde 2004 in Washington zum Priester geweiht. Zeitgleich ernannte Leo den 1975 in Kolumbien geborenen John Gomez zum neuen Bischof von Loredo. Dass gebürtige Lateinamerikaner zu Ortsbischöfen in den USA werden, ist zwar selten, kommt aber immer mal wieder vor. Im Kontext der beispiellosen Härte der Trump-Regierung gegen Flüchtlinge sind diese Ernennungen jedoch hochpolitische Zeichen, die in ihrer Symbolik nicht zu unterschätzen sind.

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