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Inflation
Haltet den Dieb!

Ökonomen und Politiker haben sie lange kleingeredet, aber die Inflationsrate bleibt hoch. Das liegt auch an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. An den Folgen leiden vor allem ärmere Menschen. Ein Kommentar.
von Constantin Wißmann vom 10.02.2022
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Wenn das Ersparte nichts mehr wert ist: Die Inflation hat die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr 80 Milliarden Euro gekostet. (Zeichnung: PA/dieKLEINERT/Kostas Koufogiorgos)
Wenn das Ersparte nichts mehr wert ist: Die Inflation hat die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr 80 Milliarden Euro gekostet. (Zeichnung: PA/dieKLEINERT/Kostas Koufogiorgos)

Norbert Blüm, Dauerarbeitsminister und das personifizierte soziale Gewissen der CDU, hatte die Interessen der sogenannten kleinen Leute stets im Blick. Für die sei Inflation »Diebstahl«, sagte er einmal. Das stimmt insofern, als dass die Geldentwertung gerade die Menschen am härtesten trifft, die nicht so viel Geld haben. Denn sie geben einen viel höheren Anteil ihres Budgets für essenzielle Dinge wie Miete, Heizung und Essen aus als reichere Menschen. Und bei den Ausgaben gibt es anders als bei der Einkommenssteuer keine Progression, für ein halbes Pfund Butter bei Lidl muss der Lagerarbeiter genauso viel bezahlen wie die Top-Managerin.

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Schlagwörter: Inflation Preise Umverteilung
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