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Organspende
Herz statt Hirn

Jeden Tag sterben Menschen, weil Spenderorgane fehlen. Soll man deshalb vom Hirntod-Kriterium abrücken? Nein – es gibt bessere Wege. Ein Kommentar.
von Michael Schrom vom 12.08.2025
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Lebensrettend: Ein Organ auf dem Weg zur Transplantation. (Foto: PA/DPA/Sebastian Gollnow)
Lebensrettend: Ein Organ auf dem Weg zur Transplantation. (Foto: PA/DPA/Sebastian Gollnow)

Die Zahl der Organspenden in Deutschland bewegt sich – allen Kampagnen zum Trotz – auf sehr niedrigem Niveau. Jeden Tag, so berichtet die Süddeutsche Zeitung, sterben im Durchschnitt vier Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Andererseits gibt es mehr Menschen, die bereit sind, im Fall des Falles ihre Organe zu spenden. Sie werden aber oft nicht zu Organspendern, weil nach dem deutschen Transplantationsgesetz Organe nur dann entnommen werden dürfen, wenn der Hirntod eindeutig festgestellt worden ist oder nach dem Herztod mindestens drei Stunden vergangen sind. In anderen Ländern, etwa in Österreich, Belgien, Spanien, der Schweiz oder den USA, ist die Organentnahme zu einem deutlich früheren Zeitpunkt möglich. Entscheidendes Kriterium ist nicht der Hirn-, sondern der Herztod. Auch aus diesem Grund ist die Zahl der vorhandenen Spenderorgane in diesen Ländern höher. Deshalb schlagen etliche Medizinethiker vor, diesem Beispiel zu folgen.

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