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Atomwaffen
Kampf dem Atomtod

Vor 70 Jahren diskutierten Theologen mit Physikern über die Gefahren von Atombomben. Sie legten den Grundstein für ein kirchliches Engagement gegen Nuklearwaffen, das heute wieder dringend gebraucht wird. Ein Kommentar.
von Christoph Fleischmann vom 17.06.2024
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Hier lagern mutmaßlich amerikanische Atomwaffen: Fliegerhorst Büchel in der Eifel. (Foto: PA/DPA/Thomas Frey)
Hier lagern mutmaßlich amerikanische Atomwaffen: Fliegerhorst Büchel in der Eifel. (Foto: PA/DPA/Thomas Frey)

Vor 70 Jahren am 9. Juni 1954 trafen sich drei Theologen, Otto Dibelius, Helmut Gollwitzer und Martin Niemöller, mit den drei Physikern Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker. Sie sprachen über die Wirkungen von Atombomben. Für Niemöller war danach klar: Das Zerstörungspotenzial der Atomwaffen ist so gewaltig, dass kein sinnvoller Zweck mit ihnen erreicht werden kann. Die Begegnung der sechs Männer wurde wichtig, als drei Jahre später bekannt wurde, das Adenauer die Bundeswehr mit »taktischen Atomwaffen« ausrüsten wolle. Für den CDU-Mann nur eine »Weiterentwicklung der Artillerie«. Dagegen protestierten die drei Physiker zusammen mit 15 Kollegen. Auch führende Köpfe der evangelischen Kirche unterstützten die Kampagne »Kampf dem Atomtod«, die erste große Friedensbewegung der Bundesrepublik.

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