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Wagner-Gruppe
Krieger ohne Regeln

Söldner hat es schon immer gegeben. Doch Privat-Armeen wie die Wagner-Gruppe sind fast gar nicht reguliert. Schuld daran sind auch die USA. Ein Kommentar.
von Constantin Wißmann vom 04.07.2023
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Soldaten der Wagner-Gruppe im ukrainischen Bachmut (Foto: Imago/Valentin Sprinchak)
Soldaten der Wagner-Gruppe im ukrainischen Bachmut (Foto: Imago/Valentin Sprinchak)

Ein Bonmot über Söldner lautet, dass sie sich mit Prostituierten darüber streiten, wer von beiden das älteste Gewerbe der Welt betreibe. Man kennt aus der Geschichte Wallensteins mährische Armee, die Schweizer Garde oder die französische Fremdenlegion. Mitglieder der Wagner-Gruppe, die im Ukrainekrieg erst an Russlands Seite kämpften und dann die russische Armee bedrohten, sind aber gar keine Söldner. Sie sind etwas, für das es bezeichnenderweise nur einen englischen Begriff gibt: Private military contractors, kurz PMCs. Diese wurden bisher vor allem von den USA eingesetzt in den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Sogenannte Sicherheitsunternehmen wie Blackwater (heute Academi) und DynCorp übernahmen dort viele eigentlich militärische Aufgaben. Der Vorteil für die staatlichen Auftraggeber: PMCs sind günstiger und stehen nicht im selben Maß in der Öffentlichkeit wie die offiziellen Armeen. Sie werden auch so gut wie gar nicht kontrolliert und reguliert, etwa durch die Genfer Konventionen. Für Söldner gibt es dort immerhin ein paar schwammige Formulierungen, meist im Zusatzprotokoll. PMCs kommen überhaupt nicht vor.

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Schlagwörter: Putin Söldner
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