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Protest der Landwirte

Bauern begehren auf – zu Recht. Aber sie halten die Falschen für schuldig. Bedenklich ist ihr Misstrauen in die Demokratie
von Barbara Tambour vom 02.12.2019
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Falsches Feindbild: Umweltschutz und Bauerninteressen sollten nicht als Gegensatz gesehen werden (Zeichnung: Mester)
Falsches Feindbild: Umweltschutz und Bauerninteressen sollten nicht als Gegensatz gesehen werden (Zeichnung: Mester)

Welche Landwirtschaft wollen wir? Eine, deren vorrangiges Ziel es ist, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu sein? Eine, die Weizen, Karotten, Milch und Schweinefleisch so günstig wie möglich produziert? Das ist im Großen und Ganzen die Landwirtschaft, die wir haben. Gefördert wird sie von einer europäischen Landwirtschaftspolitik, die immer noch den größten Teil ihrer Zahlungen an der Fläche orientiert und nicht daran, wie nachhaltig dort gearbeitet wird. Wir haben eine Landwirtschaft, die für die Tiermast Soja aus Südamerika importiert, wo dafür weiter Regenwald abgebrannt wird. Wir haben eine Landwirtschaft, in der – wachse oder weiche – nur große Höfe überleben, weil die eingesetzte Technik umso günstiger wird, je größer die Äcker und Felder sind und je mehr Tiere im Stall stehen.

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