Zur mobilen Webseite zurückkehren

Rechtsextremismus
Radikal auf der Überholspur

Abschiebetickets als Wahlkampf-Gag und Remigration im Wahlprogramm: Kurz vor der Bundestagswahl gibt sich die AfD radikal wie nie – und ist damit erschreckend erfolgreich. Ein Kommentar.
von Nana Gerritzen vom 01.02.2025
Artikel vorlesen lassen
(Zeichnung: PA / DieKleinert / Paolo Calleri)
(Zeichnung: PA / DieKleinert / Paolo Calleri)

Kurz nachdem Alice Weidel auf dem AfD-Parteitag im sonst für seine Nudelmarke bekannten sächsischen Städtchen Riesa zur Kanzlerkandidatin gekürt wurde, dankte sie Björn Höcke in ihrer Rede – und zeigte, dass sie dem rechtsextremen Chef der Thüringer AfD in radikaler Rhetorik in nichts mehr nachsteht. Sie forderte, alle Windenergieanlagen in Deutschland, die »Windmühlen der Schande«, abzureißen. Und Abschiebungen: »Wenn es Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration!« Bisher hatte Weidel den Begriff vermieden. Nach Bekanntwerden des Potsdamer Treffens von Rechtsextremen mit AfD- und CDU-Politikern vor einem Jahr und den monatelangen Massendemonstrationen gegen Rechts galt er bei den um bürgerliche Wähler bemühten AfD-Größen als tabu.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0