Rechtsextremismus
Radikal auf der Überholspur
Kurz nachdem Alice Weidel auf dem AfD-Parteitag im sonst für seine Nudelmarke bekannten sächsischen Städtchen Riesa zur Kanzlerkandidatin gekürt wurde, dankte sie Björn Höcke in ihrer Rede – und zeigte, dass sie dem rechtsextremen Chef der Thüringer AfD in radikaler Rhetorik in nichts mehr nachsteht. Sie forderte, alle Windenergieanlagen in Deutschland, die »Windmühlen der Schande«, abzureißen. Und Abschiebungen: »Wenn es Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration!« Bisher hatte Weidel den Begriff vermieden. Nach Bekanntwerden des Potsdamer Treffens von Rechtsextremen mit AfD- und CDU-Politikern vor einem Jahr und den monatelangen Massendemonstrationen gegen Rechts galt er bei den um bürgerliche Wähler bemühten AfD-Größen als tabu.
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