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Aufgefallen: Banu Mushtaq
Sarkastisch feministisch

Banu Mushtaq ist die erste muslimische Frau aus Indien, die den Booker Literaturpreis gewinnt – mit Geschichten über muslimische Frauen.
von Anne Strotmann vom 09.06.2025
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(Foto: PA / AP / Alberto Pezzali)
(Foto: PA / AP / Alberto Pezzali)

Historisch die Erste in etwas zu sein, ist heute schwer geworden. Banu Mushtaq hat es geschafft: Sie ist die erste muslimische Schriftstellerin aus Indien, die den International Booker Prize gewinnt. Die erste Preisträgerin, die in der südindischen Sprache Kannada schreibt. Und mit 77 Jahren auch die älteste. Geboren wurde sie 1948 in Hassan, Karnataka. Mushtaq hat eine bewegte Biografie. Sie ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Anwältin und Aktivistin. Ihre literarische Arbeit begann sie in den 1970er-Jahren als Teil der Bandaya-Sahitya-Bewegung, einer literarischen Protestbewegung gegen soziale Ungerechtigkeit, Kastensysteme und patriarchale Strukturen. 2000 wurde gegen sie eine Fatwa erlassen, nachdem sie gesagt hatte, es sei unislamisch, Frauen zu verbieten, in Moscheen zu beten. Mushtaqs Arbeit als Frauenrechtlerin beeinflusst ihre Literatur maßgeblich. Viele Erzählungen basieren auf den Erfahrungen von Frauen, die sie in ihrer juristischen Praxis betreute.

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Schlagwörter: Frauenrechte Indien Islam
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