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Porträt
Sein letzter Streich

Viele Reisende verfluchen Claus Weselsky. Wieder treibt der GDL-Chef die Lokführer in Streiks und legt die Bahn lahm. Aber die Gewerkschaftler lieben ihn gerade für seine Hartnäckigkeit. Der aktuelle Tarifstreit könnte sein letzter sein.
von Constantin Wißmann vom 15.11.2023
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Konservativer Klassenkämpfer: Claus Weselsky (Foto: pa/Carsten Koall)
Konservativer Klassenkämpfer: Claus Weselsky (Foto: pa/Carsten Koall)

Einigen Leuten mag Claus Weselsky, der Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GDL, vorkommen wie der Grinch. Wie das grüne Wesen droht Weselsky in diesem Jahr, »Weihnachten kaputt« zu machen, titelte die »Bild«-Zeitung. Tatsächlich hat der 65-Jährige angekündigt, dass die gerade begonnenen Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn im Streik enden könnten und die Weihnachtstage »nicht tabu« seien. Kaum jemand zweifelt daran, dass Weselsky seine Linie durchziehen wird. Gerade weil er nicht einknickt, lieben ihn die Lokführer und die anderen GDL-Mitglieder. Er erzählt gern, wie er, wenn er selbst Bahn fährt, seinen geschätzten grünen Tee serviert bekommt, ohne danach zu fragen. Den Zorn der Reisenden nimmt er für seine Leute in Kauf. Ginge es danach, könne man nie streiken, hat er einmal gesagt. Auch von der »Bild« lässt er sich nicht beirren. Die veröffentlichte beim Tarifkonflikt 2014/15, währenddessen es neun Mal zu Streiks kam, die GDL-Nummer, damit die Leute sich direkt beschweren konnten. Weselsky schaltete die Rufumleitung ein – zum damaligen Bahnchef Rüdiger Grube.

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Schlagwörter: Bahn Gewerkschaft Streik
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