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Sudan
Und wir schauen zu

Die Nachrichten aus Sudan müssten die Welt aufrütteln. Aber tun sie das auch? Die Welt trägt eine Mitverantwortung an der Lage in Sudan. Ein Kommentar.
von Dominic Johnson vom 06.11.2025
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Die Weltgemeinschaft lässt den Sudan im Stich. (Zeichnung: PA / Die Kleinert / Kostas Koufogiorgos)
Die Weltgemeinschaft lässt den Sudan im Stich. (Zeichnung: PA / Die Kleinert / Kostas Koufogiorgos)

Die Bilder und Nachrichten aus Sudan sind grausam. Massenhinrichtungen von Zivilisten, entkräftete Fliehende auf dem Weg durch die Wüste – die Vorgänge in El Fasher, die am 26. Oktober von der aufständischen Miliz »Rapid Support Forces« (RSF) eroberte Hauptstadt der Provinz Nord-Darfur, gleichen einem einzigen Horror. Die RSF ist hervorgegangen aus staatlich aufgestellten Paramilitärs, die bereits in der Vergangenheit des Völkermordes an bestimmten Ethnien Darfurs bezichtigt wurden, und die Miliz macht auch jetzt ihrem grausamen Ruf alle Ehre. In El Fasher gehen ihre Milizionäre von Haus zu Haus und erschießen Menschen, sie massakrieren Patienten in Krankenhäusern, richten Fliehende an Straßensperren hin. In wenigen Tagen wurden vermutlich Tausende getötet. 260 000 Menschen lebten vor dem Fall in El Fasher, wenigen Zehntausend ist die Flucht geglückt. Und der Rest? Vielleicht wird man irgendwann ihre Leichen finden.

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