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Ukraine-Krieg
Waffen sind nicht das Ziel

Die öffentliche Meinung fordert mehr Waffenlieferungen von Olaf Scholz. Das ist gefährlich, denn es gilt in der militärischen Eskalation den Punkt für Verhandlungen nicht zu verpassen.
von Christoph Fleischmann vom 27.04.2022
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(Zeichnung: pa/dieKLEINERT/Schwarwel)
(Zeichnung: pa/dieKLEINERT/Schwarwel)

Dass das Bundeskanzleramt angeblich einige schwere Waffen von der Wunschliste der Ukrainer gestrichen habe, wird ihm vorgeworfen. Dass er zu zögerlich agiere, schallt es Olaf Scholz sogar aus der eigenen Koalition entgegen. Die Diskussion über den Ukrainekrieg dreht sich hierzulande vor allem um die Frage, welche Waffen wie schnell an die Ukraine geliefert werden. Sie dreht sich kaum um die Frage, mit welchem Ziel die Waffen geliefert werden und welche Risiken wir dafür eingehen wollen. Dass Putin diesen Krieg nicht gewinnen darf, ist als Zielangabe zu wenig. Denn im Atomzeitalter muss man dann auch erklären, wie Putin den Krieg verlieren kann, ohne dass er atomare Waffen einsetzt. Statt einen Sieg sollte man besser einen Kompromiss anvisieren, auch wenn der – angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs Putins – ein »dreckiger« sein wird, weil Putin etwas bekommt, was ihm nicht zusteht.

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