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Fußball
Wie das echte Leben

Es ist EM, und Millionen Menschen schauen Fußball. Er fasziniert, weil er als Parabel des Daseins dienen kann: Der Ball ist rund und das Ergebnis nicht planbar.
von Christoph Fleischmann vom 11.07.2021
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Thomas Müller nach vergebener Torchance im EM-Spiel gegen England (Foto: pa/Charisius)
Thomas Müller nach vergebener Torchance im EM-Spiel gegen England (Foto: pa/Charisius)

Das war – aus deutscher Sicht – das Bild dieser Europameisterschaft: Thomas Müller, wie er nach der vergebenen Chance kurz vor Schluss im Spiel gegen England auf die Knie sank und sich mit den Händen an den Kopf fasste. »Dieser Moment, wenn du es alleine in der Hand hast, deine Mannschaft in ein enges K.-o.-Spiel zurückzubringen und eine ganze Fußballnation in Ekstase zu versetzen. Diese Möglichkeit zu bekommen und sie dann ungenutzt zu lassen, tut mir verdammt weh«, schrieb der Fußballer später. Mehr Tragik geht nicht. Und ausgerechnet Müller wurde zum tragischen Helden, den so viele zurück in der Nationalmannschaft haben wollten, nachdem der Bundestrainer ihn schon aussortiert hatte. Und Hummels, der andere »alte«, der in die Nationalmannschaft zurückgekehrt ist, begann die Europameisterschaft mit einem Eigentor.

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Schlagwörter: EM Fußball Glück Leben
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