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Kommentar
Zu kritisch für die Bischöfe?

Viola Kohlberger wollte sich als oberste Seelsorgerin der Pfadfinder zur Wahl stellen. Die deutschen Bischöfe verweigerten vorab ihre Zustimmung. Das sagt einiges darüber, wie viel Respekt sie für demokratische Prozesse mitbringen.
von Judith Bauer vom 08.05.2024
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Kann sich vorerst nicht als Bundeskuratin aufstellen lassen: Viola Kohlberger (Foto: Wolfgang Häkle/DPSG Augsburg)
Kann sich vorerst nicht als Bundeskuratin aufstellen lassen: Viola Kohlberger (Foto: Wolfgang Häkle/DPSG Augsburg)

Ein Job ist im Verbandskatholizismus zu vergeben, wer hat Lust? Als Bundeskuratin der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) sollte man irgendwann mal ein Wölfling gewesen sein, jetzt aber Gremiensitzungen mögen und Theologie studiert haben – man wäre schließlich oberste Seelsorgerin. Die größte Hürde auf dem Weg ins Amt ist aber eine ziemlich willkürliche: Die deutschen Bischöfe müssen einen mögen. Die einzige Kandidatin, die sich in diesem Monat zur Wahl stellen wollte, mögen sie anscheinend nicht. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz, dem alle 27 Ortsbischöfe angehören, hat in geheimer Abstimmung abgelehnt, dass Viola Kohlberger für dieses Amt kandidieren darf. Warum? Weiß man nicht. Eine Erklärung gab es nicht, nur ein Nein.

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