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Niederlande
Wilders hat verloren, wurde aber nicht entzaubert

Wie die Rechten dort geschlagen wurden. Und was andere demokratische Parteien davon lernen können. Ein Kommentar.
von Ulrike Scheffer vom 05.11.2025
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Wahlsieger Rob Jetten hat eigene Themen gesetzt und sich nicht von der Migrationsdebatte der Rechten treiben lassen. (Foto: PA / Robin Utrecht)
Wahlsieger Rob Jetten hat eigene Themen gesetzt und sich nicht von der Migrationsdebatte der Rechten treiben lassen. (Foto: PA / Robin Utrecht)

Die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders hat bei der Parlamentswahl in den Niederlanden einen Dämpfer erhalten. Das ist eine gute Nachricht. Sie bleibt aber zweitstärkste politische Kraft. Grund zum Jubeln ist das Wahlergebnis also nicht, zumal weitere rechte Gruppierungen im Parlament vertreten sind. Dennoch sollten demokratische Parteien in Deutschland und anderen Staaten, in denen Populisten und Rechtsextreme Zulauf haben, in die Niederlande schauen. Denn die linksliberale Partei D66 mit ihrem Spitzenkandidaten Rob Jetten hat vorgemacht, wie man die Rechten erfolgreich stellt: nicht, indem man sie kopiert oder sich bei ihnen anbiedert, sondern indem man sich klar abgrenzt. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als sei Wilders entzaubert worden. Seine Partei, die PVV, hatte zuletzt mitregiert, er selbst gehörte der Regierung allerdings nicht an. In einer Koalition eingebunden konnte Wilders Partei ihre strikte Migrationspolitik nicht durchsetzen.

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