Digitalisierung des Gesundheitswesens
Arzt oder App?
Wir schreiben das Jahr 2032. Im Schlafzimmer eines Hauses im westfälischen Münsterland klingelt um sechs Uhr früh der Handy-Wecker. Manuela Hanke wacht auf, schaltet rasch den Klingelton stumm, steht auf, geht ins Badezimmer und steigt zuerst auf die Waage. Danach misst die 60-Jährige ihren Blutdruck und legt sich ein kleines Kästchen auf die Brust, das das EKG schreibt. Anschließend öffnet sie eine App auf ihrem Smartphone und beantwortet fünf Fragen, aus denen sich ableiten lässt, wie sie sich fühlt und ob sie aktuell gesundheitliche Beschwerden hat. Das macht sie jeden Morgen, seit sie vor einem Jahr einen Herzinfarkt erlitten hat und bei ihr eine Herzschwäche diagnostiziert wurde. Seitdem misst sie täglich selbstständig die Werte, die zur Beurteilung des Gesundheitszustands ihres Herzens wichtig sind. Die Daten schickt Manuela Nolte mithilfe ihres Smartphones an die behandelnde Klinik in Münster.
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