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Richtungsstreit in der Union
Das Kreuz mit dem »C«

Über den Umgang mit der AfD ist in der CDU ein Kulturkampf ausgebrochen. Viele fordern die Abkehr von christlich-demokratischen hin zu konservativen Politikkonzepten. Wer so redet, hat einiges falsch verstanden, schreibt Andreas Püttmann in seinem Essay.
von Andreas Püttmann vom 25.07.2023
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Lebt eine Partei mit dem »C« im Namen gefährlich? (Foto: PA/Flashpic/Jens Krick)
Lebt eine Partei mit dem »C« im Namen gefährlich? (Foto: PA/Flashpic/Jens Krick)

In der CDU hängt der Haussegen schief. Seit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst seiner Partei in einem FAZ-Gastbeitrag eine dem Vorbild Helmut Kohls und Angela Merkels folgende »Politik von Modernität, Mitte und Ausgleich« anriet; das christliche Menschenbild sei dafür »ein hervorragender Ausgangspunkt«. Friedrich Merz soll den Artikel als hingeworfenen »Fehdehandschuh« verstanden haben und rief nach der Wahl des ersten AfD-Landrats im thüringischen Sonneberg die Grünen zum »Hauptgegner« der CDU aus, Wüsts Koalitionspartner in Düsseldorf. Es griffe zu kurz, hierin nur einen Machtkampf zweier potenzieller Kanzlerkandidaten zu sehen.

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