Der IS stößt ins Machtvakuum
Was der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Westafrika und den Sahel im Januar im UN-Sicherheitsrat zu berichten hatte, klingt höchst alarmierend: Nicht weniger als 700 Terrorattacken haben die drei Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso und Niger vergangenes Jahr erlebt. 4000 Menschen wurden getötet, 1800 allein in Burkina Faso, wo Islamisten im Dezember eine Kirche stürmten und 14 Gläubige regelrecht hinrichteten. Viele der Angriffe schreiben die UN dem sogenannten Islamischen Staat zu. Die Terrororganisation hat zwar ihr Herrschaftsgebiet im Irak und in Syrien weitgehend verloren, verschwunden ist sie aber nicht. Anfang Mai griff sie im Irak und in Nordsyrien bereits wieder an. Auch in Afghanistan oder Sri Lanka etwa bekennen sich immer mehr Islamisten zum IS. Die meisten Opfer sind Muslime, immer öfter werden auch Christen zum Ziel.
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