Dossier: Was tun gegen den Rechtspopulismus?
Kennen Sie das auch? Da geht man voll Vorfreude zu einem Fest. Denkt sich nichts Böses. Und erlebt plötzlich, dass eine Freundin zwischen Hauptgang und Nachtisch über »die vielen Flüchtlinge« redet, die »besser geblieben wären, wo sie herkommen«. Sie schiebt eine Drohung hinterher: »Wir können nicht länger dulden, dass alle kommen. Dagegen müssen wir uns wehren.«
Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, dass am Tisch alle so tun, als seien diese Sätze völlig in Ordnung. Niemand widerspricht. Manche drehen sich weg, unterhalten sich mit anderen über das Wetter und die Kinder. Andere nicken beifällig. Die Nicker entwickeln dunkle Szenarien: Bald werde man in einem Deutschland leben, »in dem die Deutschen nichts mehr zu sagen haben«. »Das ist doch Quatsch«, möchte man spontan sagen. »Ausgemachter Quatsch.« Aber sagt man es auch? Man weiß ja schon: Dann herrscht vermutlich schlagartig Totenstille am Tisch. Und das Fest ist verdorben. Will man das riskieren?
Es ist nötig, »Stopp!« zu sagen
Dieses Dossier antwortet auf die Frage mit einem klaren: »Ja!« Denn ohne Haltung kann man dem alltäglichen Rechtspopulismus nicht begegnen. Es ist nötig, »Stopp!« zu sagen, damit Rechtspopulisten nicht das Klima der Gesellschaft prägen.
Was das heißen kann, beschreibt dieses Dossier in einem Zukunftsszenario. Doch es zeigt noch mehr. Zum Beispiel, warum viele Rechtspopulisten einiges mit Religion am Hut haben. Warum das Internet ein entscheidender Ort ist, um Rechtspopulisten Paroli zu bieten. Wann es sinnvoll ist, mit Rechtspopulisten zu diskutieren. Warum so viele Menschen von ihrer Sehnsucht nach Sicherheit aufs Glatteis geführt werden. Wie Freundschaften halten können, wenn die eine Freundin zu Pegida neigt, die andere nicht. Und wie ein buntes Land seine Demokratie verteidigen kann.
Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Beratung, Hilfe und Netzwerke für Ihr demokratisches Engagement gegen den Rechtspopulismus suchen, nehmen Sie gern Kontakt mit den Kooperationspartnern dieses Dossiers auf: Das sind die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, der Verband der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland, die Initiative Kirche von unten, und die Initiative Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage.
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