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Der schwierige Übertritt zum Christentum

Erfan F. floh aus dem Iran, weil er Christ werden wollte. Jetzt muss er vor deutschen Behörden seinen Glauben beweisen.
von Ludwig Greven vom 22.05.2022
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Versuch eines Neustarts – von Landsleuten gemieden (Foto: istockphoto / Chalabala)
Versuch eines Neustarts – von Landsleuten gemieden (Foto: istockphoto / Chalabala)

Erfan F. liebt alte Autos und Motorräder. In Teheran konnte er davon gut leben, als Mechatroniker in einer Mercedeswerkstatt. Doch in Deutschland wird seine Lehre nicht anerkannt. In der Kleinstadt, wo er und seine Frau nach ihrer Flucht derzeit leben, macht er deshalb erneut eine Ausbildung als Mechatroniker. Zur Flucht aus dem Iran hat ihn sein verloren gegangener Glaube genötigt. Genauer gesagt: sein neuentdeckter Christusglaube. Schon als Kind habe er am Islam gezweifelt. »Ich fand immer merkwürdig, was die Mullahs sagen. Warum dürfen muslimische Männer vier Frauen heiraten, Frauen aber nicht vier Männer?« Sein Vater hat ihn mit seinen religiösen Fragen zu einem Mullah geschickt. »Der konnte mir jedoch keine Antworten geben. Stattdessen drohte er mit der Religionspolizei. Also habe ich Theater gespielt und so getan, als ob ich glaubte.«

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