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Nachhaltige Wirtschaft
Grün ist geil

Immer mehr Unternehmen werben damit, nachhaltige Produkte zu verkaufen – und klimaneutral sind sie plötzlich auch. Kann das stimmen? Über die Tricks der Wirtschaft, aus dem schlechten Gewissen ihrer Kunden Profit zu schlagen.
von Ulrike Scheffer vom 13.09.2022
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Das Geschäft mit dem schlechten Gewissen: Viele Unternehmen täuschen nur vor, ökologische oder soziale Standards einzuhalten. (Illustration: adobe stock / justinaturpin@gmail.com)
Das Geschäft mit dem schlechten Gewissen: Viele Unternehmen täuschen nur vor, ökologische oder soziale Standards einzuhalten. (Illustration: adobe stock / [email protected])

Die neue Bettwäsche war wirklich fällig. Bei der Auswahl stand ein Kriterium ganz oben: Nachhaltigkeit. Aus Biobaumwolle sollte sie sein, nicht mit Chemikalien behandelt und fair produziert natürlich auch. Auf den ersten Blick alles kein Problem. Viele Onlineversender schmücken ihre Produkte mit dem Label »nachhaltig«. Was sie darunter verstehen, bleibt meist unklar. Beinahe jede Firma hat ein anderes Siegel vorzuweisen. Wer die vergleichen will, wird noch lange in der alten Bettwäsche schlafen müssen. Also auf Nummer sicher gehen und bei einem ausgewiesenen Öko-Versandhändler kaufen. Doch selbst dort kann man Überraschungen erleben: So verpackt etwa die Firma Waschbär ihre Bettwäsche in Plastikumhüllungen, Kissen und Bettbezüge sogar jeweils einzeln. Dazu gibt es Füllmaterial im Karton – obwohl der Inhalt gar nicht zerbrechlich ist. Anders macht es hessnatur: Geliefert wird Bettwäsche pur, nur mit einer Papierschärpe versehen. Geht doch!

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