In achtzig Monaten um die Welt
Tausende Kilometer Ozean liegen zwischen Afrika und Südamerika. Mit dem Schlauchboot sind die nicht zu bewältigen. Dennoch vermelden südamerikanische Behörden, dass immer mehr afrikanische Flüchtlinge dort ankommen. Selbst aus dem fernen Horn von Afrika finden zunehmend mehr Eritreer ihren Weg über den Atlantik, berichtet Zecarias Gerrima von Africa Monitors mit Sitz in Uganda. Die eritreische Menschenrechtsorganisation recherchiert die Fluchtrouten ihrer Landsleute und ist mit vielen auf ihren langen Reisen in Kontakt. »Sie fliegen von afrikanischen Flughäfen zuerst nach Südamerika, zum Beispiel Uruguay. Von dort geht es mit dem Auto weiter in Richtung USA«, sagt Gerrima. »Weil sie Kontrollen meiden, sind sie oft monatelang unterwegs, manchmal sogar Jahre.«
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Simone Schlindwein ist freie Journalistin. Sie lebt und arbeitet in Ruanda.

