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Keine hilflosen Opfer

Frauen in Nordafrika und Nahost kämpfen auch fünf Jahre nach der sogenannten Arabellion für ihre Rechte. Sie riskieren viel für eine bessere Gesellschaft, auch in Kriegsländern wie Syrien oder Libyen
von Claudia Mende vom 22.07.2016
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Frauen nahe Gizeh, Ägypten: Die Geschlechterrollen in der arabischen Welt befinden sich im Umbruch. (Foto: pa/Hackenberg)
Frauen nahe Gizeh, Ägypten: Die Geschlechterrollen in der arabischen Welt befinden sich im Umbruch. (Foto: pa/Hackenberg)

Sie waren dabei, als der tunesische Diktator Ben Ali stürzte oder die Demonstranten in Kairo niedergeknüppelt wurden: Frauen in Nordafrika und Nahost haben vor fünf Jahren öffentlich gegen die Machthaber protestiert. Doch haben die Umstürze ihr Leben zum Besseren verändert? Die Geschlechterrollen in der arabischen Welt befinden sich im Umbruch. Das gilt für die Länder des Arabischen Frühlings wie Ägypten und Tunesien, aber auch für Jordanien oder Marokko, die keine nennenswerte Protestbewegung hatten. Selbst in Syrien, wo das Aufbegehren der Massen in einen blutigen Konflikt mündete, entdecken Frauen in der Katastrophe neue Freiräume. Dabei lassen sich die Rollenbilder in der Region nicht über einen Kamm scheren. Es liegen Welten zwischen dem Leben einer Angehörigen der Oberschicht in einem schicken Viertel von Jordaniens Hauptstadt Amman und einer einfachen Arbeiterin im ländlichen Oberägypten.

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