Mit Drohnen Flüchtlingen in Seenot helfen
Die Hilfsorganisation Sea-Watch bekommt Unterstützung vom Chaos Computer Club (CCC), um Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. In dem Projekt namens SearchWing sollen künftig computergesteuerte Modellflugzeuge beziehungsweise Kameradrohnen dabei helfen, Menschen in Not schneller zu finden, teilte die Hilfsorganisation in Berlin mit. Unterstützt wird Sea-Watch dabei von den Computerhackern, die eine anerkannte Nichtregierungsorganisation sind. Erste Tests sollen bis März dieses Jahres erfolgen.
»Das Einsatzgebiet im Mittelmeer ist sehr groß, deshalb sind die kleinen Boote schwer zu finden«, erklärte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer. Der CCC beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit den Gefahren und dem Nutzen von autonomen, computergesteuerten Systemen. »Die Rettung von Menschenleben ist eines der wenigen sinnvollen Einsatzgebiete für Drohnen, deshalb hilft die Hacking-Community hier gerne«, sagte einer der Sprecher des CCC, Frank Rieger. »Diese Technologie alleine dem Militär und den Spionen zu überlassen wäre ein Fehler.«
Sea-Watch entstand Ende 2014 aus einer Freiwilligen-Initiative und wird durch private Spenden finanziert.ê
