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Katrin Göring-Eckardt über die Grünen
»Nur wer sich ändert, bleibt sich treu«

Nein, die Grünen verraten sich nicht, wenn sie dafür sind, dass die angegriffene Ukraine Waffen erhält. Sie engagieren sich in einer Welt, in der Wegducken und Ignoranz nicht mehr helfen. Eine Antwort auf Heribert Prantl.
von Katrin Göring-Eckardt vom 05.12.2024
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Im Gegenwind: Die Grünen haben es schwer, weil viele Deutsche veränderungserschöpft sind, analysiert Katrin Göring-Eckardt (Foto: PA / Sven Simon)
Im Gegenwind: Die Grünen haben es schwer, weil viele Deutsche veränderungserschöpft sind, analysiert Katrin Göring-Eckardt (Foto: PA / Sven Simon)

Der Vorwurf von Heribert Prantl, dem Publizisten und langjährigen politischen Kommentator der Süddeutschen Zeitung, wir Grünen hätten unsere Wurzeln verraten (Publik-Forum 19/2024), ist nicht neu. Aber trifft dieser Vorwurf? Die Grünen haben wie die DDR-Bürgerrechtsbewegung pazifistische Wurzeln, sie waren aber keine pazifistische Partei. Selbst ganz am Anfang gab es Strömungen, die mit der reinen Lehre des Pazifismus nichts anfangen konnten. Bündnis 90/Die Grünen sind seit mehr als 30 Jahren »bündnisgrün« und nicht mehr nur »westgrün«, wie Prantls Text suggeriert. Wir Ostdeutschen brachten die Veränderungserfahrung und die Befreiungserfahrung aus der zweiten deutschen Diktatur ein. Das darf nicht ausgeblendet werden.

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