Wirtschaft
Ökologische Transformation ohne uns
Die Mitarbeitenden von VW sind auf den Barrikaden. Der Autobauer will massiv Stellen streichen. Sogar Werksschließungen sind nicht ausgeschlossen. Bewahrheitet sich nun, was Kritiker sagen: Der Umstieg auf E-Mobilität schadet der Autoindustrie und Klimapolitik dem Standort Deutschland? Die Arbeiterinnen und Arbeiter bei VW sehen das anders. Sie werfen ihren Chefs vor, die E-Mobilität nicht konsequent vorangetrieben und stattdessen Geld in betrügerische Praktiken gesteckt zu haben. Die Politik, auf deren Wohlwollen sich die Autobosse stets verlassen konnten, ist bei der Transformation allerdings nicht gerade hilfreich. Auch hier fehlt es an Konsequenz. Just in dem Moment, als die Unternehmen sich vom Verbrenner verabschieden, rudert die Bundesregierung zurück und erwirkt in Brüssel eine Aufweichung des Verbrenner-Aus. Autos mit Verbrennermotoren sollen mit E-Fuels weiterfahren können. Doch die gibt es noch gar nicht. Der Verband der Automobilindustrie fordert nun ein Verbot von Benzin und Diesel bis 2045, um Anreize für die Produktion Erneuerbarer Kraftstoffe zu schaffen. Ob sich die Koalition dazu durchringen kann, ist fraglich.
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Die Erderwärmung stoppen
