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Paradoxes Russland

Wie frei, wie totalitär ist dieses Land? Wer wird verfolgt, wer kann sich entfalten? Und hängt tatsächlich alles an Putin? Eine Reise in ein Land voller Widersprüche
von Eva-Maria Lerch vom 05.12.2019
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Protest in Moskau:Im September 2019 demonstrierten in Zehntausende gegen die Inhaftierung von Demonstrante, die für faire Kommunalwahlen auf die Straße gegangen waren. (Foto: pa/Reuters/Tatyana Makeyeva)
Protest in Moskau:Im September 2019 demonstrierten in Zehntausende gegen die Inhaftierung von Demonstrante, die für faire Kommunalwahlen auf die Straße gegangen waren. (Foto: pa/Reuters/Tatyana Makeyeva)

Regen, Kälte, Plattenbau. Die Fahrt vom Flughafen in die Moskauer Innenstadt bestätigt erst mal die Vorurteile, die eine Deutsche, die erstmals nach Russland kommt, so über das Land gesammelt hat. Block um Block um Block ziehen mehr als eine halbe Stunde lang nur gigantische Hochhausgürtel am Busfenster vorbei. Dann, ganz unerwartet, tauchen rührende kleine Holzhäuser auf, breite Boulevards und Kirchen mit bunten Zwiebeltürmen. Schließlich das Stadtzentrum mit seinen prächtigen historischen Gebäuden, futuristischen Glasbauten, eleganten Promenaden und den bezaubernden Brücken über die Moskwa. Später reißt auch der Himmel auf, treffen tausend Sonnenstrahlen auf die güldenen Kuppeln der Basiliken und verglitzern die Stadt. Da sind die krassen Widersprüche Russlands schon sichtbar.

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