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SPD-Wahlsieg
Scholz und die Philosophen

Der Wahlsieg von Olaf Scholz wird gern mit den Schwächen der Konkurrenz begründet. Dabei wird übersehen: Scholz hatte eine Strategie gefunden, verloren geglaubte Wähler an die SPD zu binden. Was steckt dahinter?
von Constantin Wißmann vom 22.10.2021
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Mit »Respekt« die SPD wieder respektabel gemacht: Olaf Scholz. (Foto: PA/Photothek/Florian Gaertner)
Mit »Respekt« die SPD wieder respektabel gemacht: Olaf Scholz. (Foto: PA/Photothek/Florian Gaertner)

Um sich noch einmal klarzumachen, wie sensationell der Sieg der SPD bei der Bundestagswahl war, helfen drei Zahlen: 15, 25 und 10. Noch Anfang August schien die gebeutelte SPD in den Umfragen auf Werte um die 15 Prozent festgenagelt. Am 26. September holte sie dann mehr als 25 Prozent – 10 Prozentpunkte mehr als nur eineinhalb Monate zuvor vorausgesagt waren. Natürlich sind Umfragen nie ganz genau und immer Momentaufnahmen, aber es sprach so gut wie nichts für einen SPD-Triumph. Klar, Kanzlerkandidat Olaf Scholz war bei der Bevölkerung beliebt. Unter Beobachtern und Analysten ging es jedoch eigentlich nur darum, ob es einen schwarzen Kanzler oder eine grüne Kanzlerin geben würde und ob sie die Hilfe der FDP dazu benötigte. Aber die SPD? Bitte! So oft hatte man die Sozialdemokratie in Deutschland schon für tot erklärt, dass ihre Chancenlosigkeit eine Binse geworden war.

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Schlagwörter: Respekt Scholz SPD Wahl
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