Unterwegs in einem zerrissenen Land
Ankunft in Kairo, der »Mutter der Welt«, wie die Ägypter die Stadt nennen. Eine Mischung aus Smog und Wüstensand liegt über der Millionen-Metropole. Autos und Minibusse, Lastwagen, Motorräder und Eselskarren schieben sich über die Straßen. Ohrenbetäubendes Hupen erfüllt die Luft. An der Decke des Minibusses, in dem ich sitze, baumelt ein Koran in Miniaturformat. Auf der Heckscheibe prangt das islamische Glaubensbekenntnis. Ampeln gibt es keine, die Menschen laufen einfach los, mitten hinein in das Verkehrschaos. Auffällig viele junge Leute sind zu sehen. Rund 33 Prozent der Ägypter sind jünger als 15 Jahre. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind unter 35. Schätzungen zufolge leben im Großraum Kairo bis zu 25 Millionen Menschen, aber so genau weiß das keiner.
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