US-Wahl: Droht eine Fälschung?
Es hört sich an wie eine der zahllosen Übertreibungen und Unwahrheiten, mit denen Donald Trump das Präsidentenamt erobern will. »Es gibt Leute, die wählen viele, viele Male!«, brüllte der republikanische Präsidentschaftskandidat bei einer Wahlkampfveranstaltung. Republikanische Funktionäre hätten über eine Million Doppelwähler gefunden. Harmlos, solche Äußerungen? Bloße Rhetorik? Mitnichten. Dahinter steckt ein Trick, um US-Bürgerinnen und -Bürger von den Wählerlisten zu streichen, behauptet der investigative US-Journalist Greg Palast, der für BBC arbeitet. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel »Gern geschehen, Mr. President. Wie man die US-Wahl manipuliert in 10 einfachen Schritten«. Die Schilderungen von gezieltem Betrug, um demokratisch gesinnte Bürger am Wählen zu hindern oder ihre Stimme nicht zu zählen, lassen einen ungläubig und erschüttert zurück. »Mir war klar, dass manipuliert wird, aber dass es so dramatisch ist, war mir nicht bewusst«, kommentiert Carmen Birkle das Buch, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien und Professorin am Institut für Amerikanistik der Philipps-Universität Marburg.
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