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Wehret den Anfängen!

Flüchtlinge und Muslime werden in Deutschland immer stärker stigmatisiert. Manche fühlen sich gar an dunkle Zeiten der deutschen Geschichte erinnert. 2016 ist plötzlich vieles möglich, das noch vor wenigen Jahren für einen Eklat gesorgt hätte
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 15.02.2016
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Flüchtlinge werden immer öfter pauschal und ohne konkreten Anlass verdächtigt, in Freiburg werden sie aus Diskotheken ausgeschlossen. Das ist mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar (Foto: pa/dpa)
Flüchtlinge werden immer öfter pauschal und ohne konkreten Anlass verdächtigt, in Freiburg werden sie aus Diskotheken ausgeschlossen. Das ist mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar (Foto: pa/dpa)

»Juden haben keinen Zutritt« stand in den 1930er Jahren an öffentlichen Schwimmbädern der Stadt Nürnberg. Im Januar 2016 heißt es: »Flüchtlinge haben keinen Zutritt.« So geschehen in Bornheim bei Bonn. Ging daraufhin ein Aufschrei der Empörung durchs Land? Nein. Eher verständnisvolles Kopfnicken – schließlich müsse man verhindern, dass deutsche Frauen belästigt werden. Dass das auch durch einen Bademeister geschehen kann, der unmittelbar eingreift, wenn er sieht, dass sich männliche Flüchtlinge gegenüber weiblichen Badegästen danebenbenehmen, scheint keine Option zu sein. Stattdessen wird allen männlichen Flüchtlingen pauschal ein potenzielles Fehlverhalten unterstellt.

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