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Investigativ-Report AfD, Teil VI
Weichenstellungen

Sechs Jahre nach Beginn der Recherche über Karrieren in der Jugendorganisation der AfD zeigen sich Wunden aus den innerparteilichen Kämpfen. Einige Aktivisten der JA steigen aus, andere streben gen Parteistruktur und Parlament. Der Rechtsaußen Andreas Kalbitz, Mentor der Jungen Alternative, wird aus der AfD ausgeschlossen. Die Partei frisst ihre Kinder – und manche beißen zurück.
von Jan Rübel vom 08.07.2021
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 (Foto: pa/Maurer [Mod.])
(Foto: pa/Maurer [Mod.])

Für einen anderen droht auch kein Happyend. Für einen, der immer eine Hand über die JA hielt, im AfD-Bundesvorstand für sie zuständig war, Kader wie Thorsten Weiß förderte. Es ist dunkel in den massigen Fluren des Landgerichts im Berliner Stadtteil Mitte. Andreas Kalbitz strengt einen Eilantrag an, gegen den Rausschmiss aus der Partei. Doch anwesend ist er nicht, an diesem Freitag Ende August 2020. Nur Alexander Gauland, der 79-jährige Ehrenvorsitzende, schlendert einsam vorbei. Einen Kommentar zum Zustand der JA weist er zurück, als bitte man ihn um einen Salto. »Es kann nicht festgestellt werden«, beginnt der Richter, »dass der Beschluss des Bundesvorstandes der AfD vom 15. Mai 2020 zur Beendigung der Mitgliedschaft von Herrn Kalbitz in der AfD evident rechtswidrig gewesen sei«.

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