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Rojava
Wenn Erdogans Drohnen kommen

Das schwere Erdbeben bedeutet für die Kurden im Norden und Westen Syriens noch mehr Leid. Sie haben dort eine autonome Verwaltung eingerichtet. Doch der Traum von einem vielfältigen und demokratischen Rojava droht im Zermürbungskrieg der Türkei unterzugehen. Unser Autor war dort, bevor die Erde bebte.
von Thomas Schmidinger vom 08.02.2023
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Leben im Provisorium: Im Camp Waskuhanni sind Menschen untergebracht, die im Oktober 2019 durch die türkische Invasion heimatlos wurden (Foto: Schmidinger)
Leben im Provisorium: Im Camp Waskuhanni sind Menschen untergebracht, die im Oktober 2019 durch die türkische Invasion heimatlos wurden (Foto: Schmidinger)

Seit 2013 kenne ich ihn. Ich war damals das erste Mal seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien wieder im Norden und Osten des Landes; seit einem Jahr existierte dort die »Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien«, kurz »Rojava« genannt, das Land der untergehenden Sonne, Westkurdistan. Es herrschten Optimismus und Aufbruchstimmung in Rojava. In dem Gebiet, aus dem sich die Truppen des syrischen Diktators Baschar al-Assad zurückgezogen hatten, sollte ein neuer Staat entstehen, in dem die Religionen und Ethnien friedlich miteinander leben, Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Demokratie und Rechtsstaat herrschen. Mein Gesprächspartner war begeistert von dieser Idee. Er engagierte sich in herausgehobener Position für den entstehenden Staat.

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Schlagwörter: Erdbeben Kurden Syrien Türkei
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