Zu Hause leben – im Wachkoma
von
Ursula Rüssmann
vom 03.01.2020
Am besten lebt es sich zu Hause: Renate Schlich, ihr Ehemann Manfred Schlich und Pflegerin Edith Westkemper (Foto: Ursula Rüssmann)
Drei kleine Anfälle hatte Renate Schlich heute schon, das ist jetzt der vierte, und es ist erst Mittag. Bei einer solchen Absence wird ihr Blick starr, die Glieder steifer. »Das müssen wir stoppen, sonst kann es ein epileptischer Anfall werden«, sagt ihr Mann Manfred ruhig, geht zum Pflegebett seiner Frau, streicht ihr über die Stirn, nimmt ihre Hand, spricht beruhigend. Ihr Körper lockert sich etwas. Ihre Pupillen bewegen sich wieder, wie zuvor, hin und her, hin und her. Renate Schlich liegt im Wachkoma.
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Datum der Erstveröffentlichung: 20.12.2019

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